Seit 2024 ist die Ewige Stadt mit dem Cardo Roma, Autograph Collection um eine spannende Adresse reicher.
Das Hotel liegt im EUR-Viertel, verbindet eine moderne, sehr klare Designsprache mit einem durchdachten Kulinarik-Konzept und bietet einen für Rom einzigartigen Spa-Bereich.
Genau diese Mischung macht das Cardo Roma für all jene interessant, die nicht nur „in Rom schlafen“, sondern ihr Hotel als Teil der Reise erleben möchten. Für uns ist das Hotel ein echter Hotel Geheimtipp in Rom, aber sehr selbst.
Unser erster Eindruck
Gegen Mittag erreichen wir das Hotel und werden sehr freundlich empfangen. Während geprüft wird, ob unser Zimmer bereits bezugsfertig ist, werden wir mit einem Willkommensgetränk verwöhnt.
Gleichzeitig erklärt die Mitarbeiterin an der Rezeption das Konzept der Marke Cardo: Als Teil der Autograph Collection setzt das Hotel auf bewusst kuratierte Erlebnisse.

Ein schönes Detail, das diesen Anspruch greifbar macht, ist die Pasta Bar, in der Gäste dem kulinarischen Team bei der Herstellung hausgemachter Pasta zusehen können.
Die Anreise ist praktisch: Vom Flughafen kommt man am besten per Uber oder Taxi.
Wer in die Stadt möchte, nutzt den kostenfreien Shuttle, den das Hotel mehrmals täglich ins Zentrum anbietet, auch für den Rückweg. Wichtig: Die Fahrten müssen vorab an der Rezeption reserviert werden.
Alternativ bringt euch der Shuttle auf dem Hinweg auch zur nahegelegenen U-Bahn-Station EUR.
Gerade weil das Cardo Roma nicht mitten im Trubel liegt, sondern Resort-Gefühl und Stadtleben gut verbindet, ist es unser Hotel Geheimtipp in Rom – vor allem für alle, die nach dem Sightseeing bewusst entspannen wollen.
Design als roter Faden im Cardo Roma, Autograph Collection
Das Cardo Roma ist kein austauschbares Business-Hotel mit schicker Lobby, sondern ein Haus mit klarer visueller Handschrift.
Es wird offiziell über ein bewusstes Lifestyle-Konzept und die Arbeit des Designers Saar Zafrir positioniert.
Inspiration liefern antike römische Ideen wie „otium“, die Freiheit von Verpflichtungen, sowie eine Farbwelt aus Olivgrün, Terrakotta und Off-White.
Hinzu kommen markante Bögen, verspielte Geometrien und plastische Wandstrukturen, die dem Hotel Charakter verleihen.

All dies wirkt vor Ort erfreulich wenig aufgesetzt. Das Design ist mehr als nur eine Kulisse, es schafft tatsächlich Atmosphäre: modern und stilvoll, aber nicht kühl. Insgesamt entsteht so ein urbaner Rückzugsort mit leichter Resort-Anmutung – eine glaubwürdige Verbindung aus Business und Leisure.
POP Suite
Wir übernachten in einer POP Suite, welches als Junior Suite klassifiziert ist.
In der Praxis fühlt sie sich jedoch eher wie eine kleine One-Bedroom-Suite an, vor allem dank der klaren Trennung von Wohn- und Schlafbereich, die für mehr Großzügigkeit und Wohnlichkeit sorgt.

Gerade hier zeigt sich, wie konsequent das Hotel das Thema Design verfolgt. Die Mischung aus italienischem Stilanspruch, moderner Klarheit und zeitloser Ruhe hat uns sehr überzeugt.
Besonders auffällig sind die vielen Coffee Table Books. Sie wirken nicht wie zufällige Dekoration, sondern unterstreichen gezielt den Lifestyle-Charakter des Zimmers. Kuratierte Details wie Coffee Table Books und ein eigener Raumduft sind offiziell Teil des Zimmerkonzepts.

Im Wohnbereich fällt direkt die bequeme Eckcouch auf, auf der bei Bedarf sogar eine dritte Person schlafen kann. Sehr angenehm ist außerdem das separate Gäste-WC, das die Suite im Alltag deutlich praktischer macht.
Das Wohnzimmer ist durch eine Glasflügeltür vom Schlafzimmer getrennt. Dort wartet ein auffällig bequemes Bett mit sehr fluffiger Bettwäsche, das den wohnlichen Eindruck noch verstärkt.


Auch das Badezimmer überzeugt mit klaren Linien, viel Platz und einer gelungenen Aufteilung: Ein langgezogener Waschtisch mit zwei Wasserhähnen sorgt dafür, dass morgens niemand „im Weg“ steht, hinzu kommt eine angenehm großzügige Regendusche.


La Dolce Vita
Das kulinarische Erlebnis beginnt morgens beim Frühstück, welches während der Woche bis 10:30 Uhr und am Wochenende bis 11:00 Uhr angeboten.
Das hochwertige Buffet bietet alles, was man sich wünscht. Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind uns die Wurst- und Käseauswahl, die süßen Kuchen und Gebäcke sowie der Bread Pudding.



Zusätzlich werden Spiegeleier und Omeletts frisch nach Wunsch zubereitet. Eggs Benedict stehen ebenfalls auf der Karte, kosten allerdings extra.
Wie es sich für Italien gehört, wird der Kaffee nicht im Vollautomaten, sondern mit einer Siebträger-Maschine zubereitet.
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Vertici Bar & Restaurant
Dass Kulinarik im Cardo Roma eine zentrale Rolle spielt, wird besonders am Abend deutlich. Zum Konzept gehören das Restaurant Vertici, die Vertici Bar und die saisonale Pool Bar Spectio.



Wir starten in der Vertici Bar und genießen auf der Terrasse die ersten Frühlingsabende des Jahres – ruhig, stilvoll und genau das Richtige, um nach einem Tag in Rom herunterzufahren.
Wir entscheiden uns für den „Signature Aperitivo“ (15 Euro pro Person), der eine umfangreiche Auswahl an kleinen Speisen bietet.

Es gibt Stücke hausgemachter Pizza, kleine Salate und Kostproben der hausgemachten Pasta. Zusammen mit einem kühlen Aperol Spritz ist das genau die Art von entspanntem, aber hochwertigem Aperitif, die man sich in Rom wünscht.
An einem weiteren Abend essen wir im Restaurant Vertici. Uns fällt sofort auf, mit wie viel Leidenschaft das junge Kulinarik-Team arbeitet – diese Energie verleiht dem Raum eine sehr angenehme Dynamik.
Wir beginnen mit einem Caesar Salad zum Teilen und wählen anschließend Spaghetti Carbonara sowie Spaghetti Cacio e Pepe. Beides ist eine hervorragende Wahl. Dazu kommt ein aufmerksamer Service und angenehme Gespräche, die direkt Lust machen, allein für dieses Restaurant wiederzukommen.

Olea Spa – Wellness & mehr im Cardo Roma, Autograph Collection
Ein Bereich, in dem sich das Cardo Roma deutlich von vielen anderen Hotels in Rom abhebt, ist das Olea Wellness and Spa.
Größere Spa-Bereiche sind in Rom keine Selbstverständlichkeit – das Angebot macht das Haus somit zu einem wahren Hotel Geheimtipp in Rom.
Das Olea Spa erstreckt sich über 1.200 Quadratmeter und bietet unter anderem vier Pools mit unterschiedlichen Temperaturen, eine Sauna, ein Hammam, sechs Behandlungsräume sowie einen Fitnessbereich mit Geräten von Technogym.

Auch während unseres Aufenthalts erleben wir den Spa-Bereich als echten Pluspunkt. Es gibt eine große Auswahl an Behandlungen und offenbar auch saisonale Signature-Treatments, wie beispielsweise eine Chocolate-Body-Massage rund um Ostern.
Besonders schön ist der Poolbereich mit vier Pools unterschiedlicher Temperatur. Selbst der größere Pool, in dem man theoretisch Bahnen ziehen könnte, ist angenehm warm.
Das Cardo Roma – ein urbanes Resort
Anfang April konnten wir den Außenbereich aufgrund der Witterungsverhältnisse nur eingeschränkt nutzen, trotzdem war sofort erkennbar, wie attraktiv dieser Teil in den warmen Monaten sein wird.
Das Cardo Roma verfügt über einen schönen, weitläufigen Außenbereich mit großem Pool, der ab Mai geöffnet ist. Es gibt ausreichend Platz für Liegen und die saisonale Pool-Bar Spectio dürfte dann zu einem der angenehmsten Plätze des Hauses werden.

Allein, um diesen Bereich bei sommerlichen Temperaturen zu erleben, würden wir wiederkommen.
Gerade in Kombination mit dem Designanspruch zeigt sich, dass das Cardo Roma nicht nur als Stadthotel, sondern fast wie ein urbanes Resort gedacht ist.
Unser Fazit
Das Cardo Roma, Autograph Collection, ist eine überzeugende Wahl für alle, die Rom erleben und dabei im Hotel Wert auf Design, Kulinarik und Wellness legen.
Die Lage im EUR-Viertel ist zwar nicht zentral, wird aber durch den kostenfreien Shuttle-Service ausgeglichen. Hinzu kommen ein stimmiges gastronomisches Konzept sowie das für Rom herausragende Spa.
Der Außenbereich im Sommer wird seinen Teil zum entspannenden Teil eines City-Trips beitragen.
Titelbild: (c) Cardo Roma





